Dauernd hören wir von Krise, Veränderung und Bewusstseinswandel. Aber worin eigentlich besteht diese Krise? Was muss sich verändern, damit die Welt besser wird? Und womit beginnt der seit langem erwartete Bewusstseinswandel?
Womit haben wir es zu tun?
Wer hält die Macht in Händen? Sind es Regierungen, Konzernchefs, Geheimdienste, Bankiersfamilien? Wohl kaum. Denn dazu erscheinen uns die niederträchtigen Machenschaften der Großkonzerne (dazu gehören natürlich auch die Banken) in ihrem Ausmaß viel zu weitreichend; sie besitzen eine viel zu große Kontinuität – über viele Jahrzehnte hinweg – um bloß das Werk einiger gieriger oder Macht besessener Einzelner zu sein. Wer aber zieht dann die Fäden? Geheime Zirkel, graue Eminenzen im Hintergrund, Verschwörer? Ich behaupte: Es sind weder Konzernchefs noch graue Eminenzen, die uns unfrei machen; dann wäre alles sicher nur halb so schlimm. Nein. Die Macht haben andere. Und dabei, das ist das eigentlich desaströse an unserer gegenwärtigen Situation, handelt es sich keineswegs um Menschen. Schon lange nicht mehr sind es Menschen, die uns kontrollieren. – Es sind, und das schon schon seit einigen Jahrzehnten, ausschließlich die sogenannten juristischen Personen, nämlich die Konzerne selbst. Sie bilden mittlerweile eine Macht vollkommen jenseits menschlicher Einflussnahme. D.h. sie fällen ihre eigenen Entscheidungen nach ihrem eigenen Parameter (einzig und allein finanzeller Profit). Verschärfend kommt hinzu, dass es diesen juristischen Personen ganz wie menschlichen Personen gestattet ist, Eigentum zu erwerben. Mit der Folge das sich die Konzerne durch den wechselseitigen Erwerb von Unternehmensanteilen längst zu einem globalen Kontinuum verbunden haben, das uns umgibt, egal wo auf der Welt wir uns auch aufhalten mögen. Diese Entwicklung reicht weit zurück. Sie begann schon Anfang des 19. Jahrhunderts mit dem Ende des Feudalismus und den damit verbundenen Machtstrukturen und dem Aufstieg bürgerlicher Bankiers- und Industriellenfamilien und setzte sich im 20. Jahrhundert kontinuierlich fort, so z.B. im Federal Reserve Act von 1913. Nach dem zweiten Weltkrieg, zu Zeiten Eisenhowers und Kennedys, waren die neuen Machtstrukturen bereits lange gefestigt. Dieses System, ein globales Geflecht aus Konzernen, hat heute die Züge eines vollständig autonom agierenden Wesens angenommen, das nicht mehr auch nur im Geringsten von Menschen gelenkt wird. Auch wenn es Menschen waren, die es installiert haben, und auch wenn es sich aus der Energie der Menschheit nährt. Das sollten wir endlich verstehen! Dieses Wesen – zutreffender sollte man sagen „Unwesen“, denn genau das ist es, ein sehr mächtiges, selbständig agierendes Unwesen – hat weltweit die Souveränität der Staaten untergraben, wenn nicht gar zum großen Teil abgeschafft. (Esoteriker würden von einem sehr mächtigen, negativen „Elemental“ sprechen.) Die sogenannten Mächtigen, auch die grauen Gestalten im Hintergrund, sind nur beliebig austauschbare Figuren. Dieses globale Geflecht der Konzerne, ganz egal ob wir es Weltwirtschaft, Weltfinanzsystem, Globalisierung oder Kapitalismus nennen, diese eigentlich körperlose Macht ist das dunkle Abbild des geistigen Erwachens der Menschheit. Und dem etwas entgegenzusetzen, darin liegt die Aufgabe der spirituellen Lehrer. Daher dieser Artikel.
Wie lässt sich diese Macht brechen?
Wir spüren das Problem massiv auf dem physischen Plan (Zerstörung unserer Umwelt, Hungersnöte, Kriege, Diktaturen, Lobbyismus, Staatsverschuldung, soziale Ungerechtigkeit, etc.). Der Kern des Problems, und das ist entscheidend, befindet sich jedoch ganz und gar auf der geistigen Ebene unseres Daseins – also in den Köpfen der Menschen – und kann auch ausschließlich dort bekämpft werden. Die Katastrophen der Welt sind lediglich die physische Manifestation der menschlichen Gedanken, unserer Gedanken. Welcher Art sind diese Gedanken? – Ich sage: Es handelt sich dabei um ein Gespinst abstrus falscher Vorstellungen, mit denen wir alle bereits aufgewachsen sind und täglich leben. Diese falschen Vorstellungen, die wir als solche aufdecken, erkennen und korrigieren sollten, sind im Wesentlichen folgende, nämlich dass Geld einen Wert hätte (bzw. eine Form der Energie sei), dass ein Wirtschaftsunternehmen eine Rechtsperson sein könne (deren Eigentümer aus der Haftung genommen sind), dass Leistung finanziell belohnt werden müsse, dass man arbeite um Geld zu verdienen, dass es geistiges Eigentum gäbe, dass es Grundbesitz gäbe, das Tiere Dinge seien (die man besitzen könne), dass wir alle vom Erdöl abhingen, dass es Demokratie sein könne, wenn man regiert wird, dass wir uns aufgrund einer äußeren Bedrohung aufrüsten müssten, dass es so etwas wie ein internationales Terrornetzwerk gäbe (aufgrund dessen Existenz wir zuzulassen hätten, dass unser Privatleben überwacht wird), dass uns die Sozialleistungen in die Schulden getrieben hätten, dass die Banken gerettet werden müssten (um eine noch schwerere Krise zu verhindern) … usw … Auf der physischen Ebene ist es wie mit einer Hydra – ständig müssen wir neuen Auswüchsen begegnen. Aussichtslos! Das allein, was wirklich hilft, ist zu erkennen, dass wir alle jederzeit frei sind, und dass es sich bei der globalen Situation, der wir uns so ohnmächtig ausgeliefert sehen, um nichts als ein mächtiges Gespinst aus hahnebüchenen, falschen Ideen handelt. Damit beginnt der Bewusstseinswandel. Im Erkennen liegt unsere Macht! Darin liegt die besondere Stärke der Yogis.
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Katharina
15. Oktober 2011
So treffend ausgedrückt lieber Parameshvara…
…es wäre schön wenn wir ein neues Gemeinschaftsbewusstsein entwickeln könnten…leben WIR nicht ALLE auf der gleichen ERDE, atmen WIR nicht ALLE die gleiche LUFT, lieben WIR nicht ALLE mit unserem HERZEN!?!?!
Just keep in your heart & your mind: Life is wonderful…
OM SHANTI…
*k
Parameshvara
15. Oktober 2011
Liebe Katharina,
vielen herzlichen Dank für Deinen wirklich wunderschönen Kommentar!!! Alles Leben ist Freude und Gnade, damit hast Du ganz Recht.
Blessings to you!
Peace and Love
Mahashakti
18. Oktober 2011
DasSind wirklich sehr anregende und Treffende Gedanken. Das System hat sich verselbstaendigt. Der Zauberlehrling muss nun lernen seine Kreatur zu beherrschen. Und das staerkste Werkzeug dazu ist derselbe Geist, der es erschaffen hat. Nicht jrgendein personifizierter Erretter.
Parameshvara
18. Oktober 2011
Danke, liebe Mahashakti. Neue Anführer, denen wir hinterherdackeln können, brauchen wir nicht. Es geht darum, dass jeder einzelne aufwacht.
Rolf
4. November 2011
..sehr gute Beobachtungen und Rückschlüsse. Eine “Aufrüstung” in eine liebevolle Kindererziehung und generell mehr Bildung” wäre hilfreich.
Weiter so!
Parameshvara
4. November 2011
Danke Dir, lieber Rolf, und viele Grüße!