Kichererbsen, libanesisch oder so

Hallo, da bin ich schon wieder, nachdem ich die halbe Nacht geblogt habe. Wer geglaubt hat, ich würde mich nur mit Sanskrit und Brahman und Atman beschäftigen, liegt gründlich schief! Dank jahrelanger, disziplinierter Yogapraxis verfüge ich über Küchen-Siddhi, die Macht, unglaubliche Gaumenfreuden zu kreieren. So habe ich neulich folgendes Gericht erfunden, von dem ich, offen gesagt, nicht genau weiß, ob es nun eher nordafrikanisch oder nahöstlich anmutet – vielleicht auch nichts von beidem. Das Gericht besteht aus zwei Hauptbestandteilen: Zum einen aus einer sehr dickflüssigen Art Eintopf und zum anderen, als frische Komponente, aus einem Salat, der mich immer etwas an das libanesische Taboulé erinnert. Schon einige Male habe ich das Gericht für Freunde zubereitet, und jedes Mal waren alle hellauf begeistert. Und das Beste daran ist, dass man bei der Zubereitung kaum etwas falsch machen kann. Also, los gehts!

Die Kichererbsen

Menge für 2 Personen (bzw. 1 Parameshvara-Portion)

  • 800 g Kichererbsen (der Einfachheit halber kaufe ich im Bioladen 2 Dosen zu 400 g. Ansonsten über Nacht einweichen!)
  • 1 rote Chilischote (fruchtig und frisch) kleingeschnitten, für das innere Feuer
  • Die Schale von 1 unbehandelten Zitrone, kleingehackt (wichtig: nur das gelbe Äußere. Hierbei leistet ein Zestenreiser, für mich eine der ganz großen Erfindungen der Menschheit, treue Dienste. Einfach zum Geburtstag wünschen!)
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Kurkuma
  • knapp 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer (Ich mahle ihn am liebsten nur ganz grob.)
  • ½ TL Safran
  • 1 cl Wasser (bei Bedarf auch mehr)
  • 1½ EL sehr fruchtiges Olivenöl

Zuerst die Kichererbsen in den Topf. Das Olivenöl erst ganz zum Schluss, wenn der Topf vom Feuer ist, oder sogar erst auf dem Teller unterrühren. Ansonsten gibt es meines Erachtens keine Reihenfolge, in der die Zutaten hinzu gegeben werden sollten. Falls jemand doch getrocknete Kichererbsen verwendet, sollte er diese aber erst gut weich kochen, bevor er die Gewürze hinzu gibt, da das Aroma leidet, wenn alles zu lange gekocht wird.

Der köstliche Salat

  • 250 g Tomaten. Ich nehme am liebsten Dattel-Cherry-Tomaten (Die sind am teuersten. Hier sollte man aber auf keinen Fall sparen!)
  • 1 rote Paprika (Nur rote – die schmecken nicht bitter, sondern süßlich und bilden einen farblichen Kontrast.)
  • ½ Salatgurke gewürfelt (ruhig mit Schale, wenn unbehandelt)
  • 1 Hand voll frischer Minze (am liebsten Carmagnola-Minze) oder ersatzweise Petersilie (Es schmeckt dann natürlich etwas anders)
  • etwas Meersalz, am Besten unraffiniert
  • Saft von 2 Limetten
  • 1½ EL Olivenöl

Bei diesem Salat sollte man alle Zutaten relativ klein würfeln (ca. 1 kcm große Stücke). Den Salat zu den Kichererbsen auf den Teller oder sogar auf die Kichererbsen, so dass sich beides etwas miteinander vermischt. Der kühle, frische Salat und die kräftigen Kichererbsen ergänzen sich optimal. Dazu passen sehr gut heiße Chapati oder andere Fladenbrote.

Guten Appetit!

1 Kommentar

  1. Manuel

    Hallo lieber Parameshwara,
    hmmm… da läuft einem ja wirklich das Wasser im Mund zusammen, hört sich super an und ich mag Taboule ja so sehr. Die Eintopfartige Komponente klingt ebenfalls sehr verlockend.
    Viellecht komme ich ja auch mal in diesen himmlische Genuss das zu probieren :-)
    viele Grüße und weiter so
    Manuel

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