Upanishad ist ein stark philosophisch geprägter Text, welcher zum vierten und letzten Teil eines Veda und zu dessen jüngster Textschicht gehört. Der Ausdruck selbst bezieht sich wohl auf die in Indien besonders früher, teilweise aber auch heute noch praktizierte Gepflogenheit, dass Schüler die persönlichen Unterweisungen ihres Lehrers zu dessen Füßen sitzend empfangen. Die Upanishads entstanden vermutlich zwischen 700 v. Chr. und 500 v. Chr., vielleicht auch 200 v. Chr. Sie wurden schon in Sanskrit und nicht mehr in Vedisch verfasst, teils in Versform, teils aber auch in Prosa. Es existieren zwar an die 150 Upanishads, jedoch sind davon nur 108 offiziell anerkannt. Die Upanishads formulieren die Grundzüge philosophischer Strömungen, die bis heute populär sind.
